Battambang 20.11 bis 23.11

So, nach scheinbar ewigen sechs einhalb stunden Busfahrt sind wir heute nachmittag in Phnom Phen angekommen. Phnom Phen ist Kambodschas Haupstadt und dementsprechend gross und laut und busy…totales Kontrastprogramm zu Battambang, das eher verschlafen, ruhig und fast ohne Touristen war. Also erstmal der Reihe nach…
Battambang hat uns sehr gut gefallen, wir haben einen sehr netten Tuk Tuk Fahrer,Nicky, kennengelernt, der uns zwei Tage lang rumgefahren hat und uns wirklich wunderschöne Dinge gezeigt hat. Also der Reihe nach:
Wir sind mit dem Bambootrain gefahren, was sehr viel Spass gemacht hat. MAn geht zur Haltestelle, setzt sich auf ein Bambootableau, das auf zwei Achsen mit Rädern gesetzt wird und los gehts…Wird ganz schön schnell und macht ne Menge spass…wenn einem ein anderer Wagen entgegenkommt, was oft passiert, muss der leichtere von beiden, auf dem die wenigsten Menschen sitzen von den Schienen gehoben werden und danach wieder daraufgesetzt. Dann fährt man 20 minuten lang durch grüne Felder und falls grad irgendwo Einheimische stehen unterwegs, dürfen die auch noch aufspringen 🙂
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Dann hat Nicky uns zu EInheimischen gebracht und wir haben zugeschaut, wie die Reispapier für Frühlingsrollen herstellen.

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Danach hat er uns zu einmem Berg gebracht, auf dem oben Höhlen waren, die Batcaves, wo bei Anbruch der Dunkelheit Millionen Fledermäuse reusfliegen und die Killingcaves, von deren Rand die Roten Khmer während ihrer Schreckensherrschaft in Kambodscha, die Menschen in den Tod gestossen haben. Das war ganz schön schrecklich und bedrückend. Sie bewahren die Knochen der Menschen dort in einem Käfig auf.BildBild

Dann gabs noch ne überraschung auf dem Hügel, als der Junge, der uns begleitet hat und uns für ein paar Dollar alles erklärt hat meinte, es steht was aus Deutschland hier oben…
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Ihr könnt euch sicher vorstellen wie sehr wir uns gefreut ahben, dass das erste deutsche das uns begegnet eine Kanone war 🙂

Dann haben wir noch den schönen Sonnenuntergang angeschaut und der Tag war schon wieder vorbei.

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Am zweiten Tag haben wir nochmal nen Tempel angeschaut, und dort nen Holländer kennengelernt, der vor 20 Jahren hier in Kambodscha mir der UN gekämpft hat und die Roten Khmer, Khmer rouge wie sie hier sagen, entwaffnet hat. Jetzt hat er leider DPSD, also posttraumatische depressionen und versucht das alles was er hier gesehen hat zu verarbieten indem er durch kambodscha reist und sich alles nochmal anschaut. Das war ganz schön krass, aber eigentlich ne echt nette begegnung…Bild

Dann hat uns Nicky unser Tuk Tuk fahrer zu seiner Familie nach Hause gebracht, die wirklich wirklich arm sind, aber komischerweise die ganze Zeit nur gelächelt haben und total freundlich zu uns waren. So sind die hier irgendwie alle…Nicky hat uns danach einfach zwei stunden übers Land gefahren, auf Wegen, die normalerweise keine Touristen fahren und wir haben einfach nur geschaut, wie die Menschen leben. Alle waren so nett und freundlich, sie haben uns alle gewinkt und hello geschrien und die Kinder haben alle gelächelt und sich gefreut. Es gibt hier wirklich arme Menschen, besonders die die auf dem Land leben und wenn man bedenkt, was die in den letzten 20 Jahren schreckliches mitgemacht und gesehen haben. Ich dachte echt, man würde das den Menschen total anmerken, dass sie traurig und bedrückt wirken würden, aber das Gegenteil ist der Fall. Es ist wirklich beeindruckend, wie sie mit ihrem Leben und ihrer Geschichte umgehen, da könnten wir uns oft mal ein Beispiel dran nehmen! Besonders die Kinder sind amazing…ich hab noch nie soviele fröhliche und glücklich wirkende Kinder auf einmal gesehen. Es gibt hier auch ganz ganz viele Schulen, wo sie alle hingehen und unter anderem Englisch lernen…

 

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getrocknete Chillis…

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Nicky hat aus Palmblättern eine Brille für Sascha und eine Actionfigur für Paul gebastelt 🙂

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Hier gehen die Kinder nach der Schule eben angeln…Sascha und Nicky heben sich auch mal versucht, hatten aber leider nicht annähernd soviel Erfolg wie die Mädchen 🙂

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Sie trocknet Bananen…

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Reisfelder so weit das Auge reicht…

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Die wohlhabenderen haben auch Maschinen zur Reisernte

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Viele Kühr gibts hier…feels like home sometimes 🙂

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Wir sind wirklich überwältig von der Herzlichkeit der Menschen hier und man kommt ins Grübeln ob der Dinge die man zuhause im überfluss hat und die man eigentlich gar nicht braucht…wir haben jetzt mit Nicky auch jemanden dem man Kleider und andere Dinge schicken kann, er gibt sie weiter an die Menschen, dies wirklich brauchen können…also falls jemand zu Weihnachten das Bedürfnis hat etwas Gutes zu machen bitte bei uns melden…

Puh, das war lange, aber man erlebt hier täglich soviel, das es schwer fällt das alles in Worte zu fassen…Jetzt sind wir in der Hauptstadt angekommen und auch hier gibts viel zu sehen. Besonders die Killing fields und eine Schule in welcher die Roten Khmer Menschen gefoltert und umgebracht haben, die heute ein Museum ist. ich hab gelesen, dass sie sogar Bilder der Menschen dort ausgestellt haben. Wird bestimmt hart, aber gehört nunmal zu kambodschas Geschichte dazu…Ihr hört von uns, bis dahin machts gut und ENJOY 🙂

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Ein Gedanke zu „Battambang 20.11 bis 23.11

  1. Liebe Brini! bin leider erst heute dazu gekommen, Deinen Bericht zu lesen! VIELEN LIEBEN DANK FÜR DIESE TOLLEN EINDRÜCKE UND BILDER! Danke, für die Zeit, die Du Dir nimmst, um uns an Eurer Reise und Euren Geschichten teilhaben zu lassen! Bitte weiter so (auch wenn wir 1x Woche skypen:-)..) xxxxxxxx

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