Phnom Penh 23.11 bis 27.11

Also, Phnom Penh, Hauptstadt von Kambodscha, hat uns von Anfang an bischen überfordert. Es ist natürlich gross, laut, schmutzig und echt anstrengend. Da wir aus Battambang, einem recht verschlafenen, ruhigen Städtchen anreisten kam es uns noch schlimmer vor. Jeder will dir ständig was verkaufen, dich irgendwohin bringen oder dich einfach nur nerven. Am schlimmsten sind die Tuk Tuk fahrer gewesen…einmal waren wir zu Fuss auf dem Weg zum Nationalmuseum, als und einer anhielt und uns erzählte das Museum wäre geschlossen, weil der chinesische Präsident es gleich besucht und wir sollten jetzt lieber mit ihm irgendwo anders hinfahren…unglaublich wie dreist die hier sind.
Aber wir hatten ein schönes, kleines Hotelzimmer, und so haben wir die Zeit dort sehr genossen, fernab des ganzen Trubels…
Als erstes haben wir, weil wir walking distances waren den Königspalast besucht. Das war ganz nett, aber leider ist der alte König vor vier Wochen gestorben und liegt dort jetzt aufgebahrt und viele Teile des Palastes sind deshalb geschlossen. Also waren wir nur im Garten, in welchem, wer hätts gedacht, ungefähr hundert Buddhas standen 🙂
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Am nächsten Tag haben wir uns dann das vorgenommen, warum wir eigentlich nach Phnom Penh gekommen sind. S21 das Foltermuseum der Roten Khmer und die Killing Fields, wo sie die Menschen hingebracht haben, ermordet und in Massengräber geworfen. Ich weiss gar nicht was ich dazu erzählen soll, das war richtig schrecklich, eigentlich hab ich die ganze Zeit nur geweint, weil man sich nicht vorstellen kann, dass Menschen so grausam sein können…ist wohl irgendwie ähnlich wie ein KZ-Besuch, nur ist das alles hier in Kambodscha erst Ende 70er Anfang 80er passiert, was es irgendwie noch unglaublicher macht.
Die Roten Khmer haben alle Menschen in Kambodscha aus den Städten vertrieben, weil sie die Idee eines Bauernstaates hatten. Die Landbevölkerung musste dann in Zwangsarbeitslagern Reis ernten und andere Arbeit für sie verrichten. Und alle Intelligenten Menschen, die studiert ahtten, Fremdsprachen konnten oder einfach nur eine Brille trugen wurden gefoltert und umgebracht. Sie haben Familien auseinandergerissen, Kinder von ihren Eltern weggebracht und Ehepaare getrennt, weil sie dachten dass die Menschen so effektiver arbeiten würden. Noch heute suchen viele Kambodschaner ihre Eltern…
Jeder kann einem hier genau sagen, wie lange die Roten Khmer an der Macht waren. 3 Jahre, 8 Monate und 20 Tage, in dieser Zeit haben sie 2,2 Millionen umgebracht, etwas ein Drittel! der kambodschanischen Bevölkerung. Und wenn man versucht das Ganze zu durchschauen und die Rolle der westlichen Staaten sieht, wird einem schlecht…also hier einfach ein paar Bilder, ohne Worte…

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Wir haben dann Gott sei Dank auch noch etwas Schönes in Phnom Penh gefunden, eine kleine Oase, eine Insel auf dem Mehkong, Silk Island. Dort leben ein paar hundert Menschen, sehr idyllisch und jedes Haus produziert Seide …Ich hab mich auch mal versucht und gar nicht so blöd angestellt, also vielleicht bauen wir uns hier ein Haus und weben den ganzen Tag 🙂

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und zum schluss haben wir noch nen friseursalon gefunden…extra für dich Mama Waltraut 🙂

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Und jetzt sind wir seit gestern abend in Kampot. EIn kleines süsses Städtchen in der Nähe vom Meer. Sind hier im Ganesha Riverside Eco Resort gelandet, und es ist paradiesisch…Bilder kommen morgen oder so…jetzt wird erstmal gechilt…bis bald 🙂

 

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5 Gedanken zu „Phnom Penh 23.11 bis 27.11

  1. Hallo ihr Beiden,
    ist schon wahnsinnig, was man in so kurzer Zeit, wenn man sich mit der Geschichte eines relativ unbedeutenden Landes, Eindrücke,ob positiv oder negativ, sammeln kann.
    Macht weiter so, und nehmt alle Erfahrungen mit, in die sogenannte “ zivielisierte Welt „.

    Liebe Grüße Wolfgang und Waltraut bzw.Pa+Ma

  2. Hallo ihr Zwei das „LETZTE“ na vielleicht nicht ganz mal abgesehen von Bianca, Nicole, Birgit, Steffi und Jessi und dir, EINHORN grüßt euch herzlich aus dem kalten und vorweihnachtlichen Germany . Freuen uns an euren Bildernund Berichten Sabrina mutiert noch zur Buchautorin wartet mal ab.,vermisse dich hier in dem Affenladen…..
    Will gar nicht so viel Käs von hier schreiben ist auch alles nicht wirklich megatoll, hab mich an dem Bericht mit dem Ausritt echt kaputtgelacht, weiter so Dicke Drücker Manu

  3. Hi Brini, Hi Sasch,

    wenn man Eure(n) Reise(blog) so verfolgt( ich schau fast jeden Tag rein!!) fühlt man sich , fast ‚wie dabei‘.
    Es macht immer wieder Spass die Bilder und die „tollgeschriebenen“ Geschichten von Eurem Trip zu hören/lesen. Ich freue mich schon auf den nächsten „Artikel“!!

    P.S. Um Euch ein bissele „Kühlere Luft“ in Euer Tropenparadies zu ‚fächern‘; stellt Euch vor ich „muß“ nachher in die ‚zugige‘ Allianz-Arena(-3 Grad). Da heißt es warm anziehen!!

    In diesem Sinne

    Gute Reise

    Hermann and Family

    • Liber Herrmann, wir hoffen dein erstes stadionerlebnis war schön, obwohl du dem onkel boris und der sabrina ruhig etwas mehr glück hättest bringen können 🙂
      Wir waren auch live dabei, mit 3G stick und sehr müden augen…
      Viele liebe Grüsse an deine ELtern und bis bald

  4. Also der Friseur Salon gefällt mir besonderst gut ! Vor allem wenn ich mir vorstelle wie Waltraud dort Ihre Kunden bedienen würde – und ALLE würden mit roten Haaren rauskommen ! LoL ! Das wärs doch!
    Bis nachher auf Skype Ihre beiden !
    Liebe Grüsse an Familien Boschert und Bohn !!

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